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Trilaterale Partnerschaft

Trilaterale Partnerschaft des Kirchenkreises
Mit Videokonferenz Partnern aus Indonesien und Ruanda nahe

Indonesien, Ruanda und der Kirchenkreis Lennep rückten durch die jüngste Videokonferenz weiter zusammen. Jüngst trafen sich Vertreter der trilateralen Partnerschaft erstmals online.

Per Videoscreen wurden die neuesten Entwicklungen in den jeweiligen Ländern ausgetauscht. Corona verändert das Leben weltweit. Die ruandischen Partner aus der Diözese Kigeme erzählten eindrücklich, wie Hygienevorschriften einzuhalten sind und aus diesem Grund beispielsweise nur 12 der 334 Kirchen und Kapellen der Diözese geöffnet seien. Das öffentliche Leben sei sehr eingeschränkt, Schulen geschlossen, e-learning im Prinzip nicht möglich, weil gerade mal ca. acht Prozent der Bevölkerung Zugang zu TV und Internet haben.

Auch Mitteljava, wo die indonesischen Partner der Christliche Kirche in Nordzentral Java (GKJTU) beheimatet sind, gilt angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen als „rote“ Region. Schulen sind geschlossen, es herrscht Maskenpflicht, nur 10 Prozent der Gottesdienste finden statt. Beiden Partnern gemein ist, dass die wirtschaftliche Not durch die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung sehr groß ist.

Im städtischen Bereich oder auch im dicht besiedelten Ruanda haben viele Familien keine eigenen Felder, um von den eigenen Erträgen leben zu können, sondern müssen über ihren täglichen Verdienst Lebensmittel kaufen. Viele arbeiten im informellen Sektor, der sehr stark von den Einschränkungen betroffen ist. Händler haben nur noch in geringem Maße die Möglichkeit, ihre Produkte zu verkaufen, Gehälter (auch von kirchlich Mitarbeitenden) können gar nicht oder nur teilweise ausgezahlt werden. Neben der materiellen Not ist es für viele Menschen schwer, mit dieser Situation seelisch umzugehen.

Menschen rücken in verzweifelter Lage zusammen

Gleichzeitig erzählten die ruandischen Partner, wie sich Familien durch die Pandemie enger verbunden fühlen und Solidarität durch Lebensmittelspenden und Hygienemitteln mit den Marginalisierten der Gesellschaft gelebt wird.
Angesichts dieser Beschreibungen sehen wir im Kirchenkreis Lennep unsere derzeitige Situation mit anderen Augen.

Wir sehen uns verbunden mit unseren Partnern in Indonesien und Ruanda und spüren gemeinsam, wie hilflos wir dem Virus gegenüber sind. Gemeinsam einander in Solidarität zu begleiten sowie materiell und im Gebet einander zu stützen, ist in diesen Zeiten ein besonderes Geschenk. Denn Corona betrifft alle – ja, alle, aber eben auch unterschiedlich stark.
Der Kirchenkreis Lennep unterhält eine ökumenische Trilaterale Partnerschaft mit Gereja Kristen Jawa Tengah Utara GKJTU (Christliche Kirche in Nord-zentral Java), Indonesien und der Kigeme-Diöcese der Anglikanischen Kirche in Ruanda. rst jüngst konnte eine Spende von 18.000 Euro aus dem Kirchenkreis Lennep an unsere Partner in Kigime, in Ruanda überwiesen werden, um die größte Not zu lindern. 

Pfarrer Matthias Schmid, 
RIO Rheinischer Dienst für Internationale Oekumene